Archiv der Kategorie 'Technik'

Sechs Monate Golf VI

Vor ziemlich genau sechs Monaten stieg ich zum ersten Mal in meinen Golf VI Comfortline 1.6. Der erste Eindruck war durchaus überwältigend. Geräusche im Innenraum sind so gut wie nicht vorhanden, selbst bei hohen Geschwindigkeiten kommen keine Windgeräusche auf. Die Verarbeitung ist auf Audi-Niveau. Nichts klappert. Alles wirkt grundsolide.
Die Ergonomie ist ebenfalls hervorragend, selbst das alte Golf-Problem mit den zu tief sitzenden Armaturen wurde gelöst. Alle Oberflächen fasst man gerne an. Schalter haben angenehme Druckpunkte.
Die Karosserie an sich ist ebenfalls hervorragend verarbeitet: Alle Spaltmaße stimmen obwohl die hintere Tür bei meinem Modell ein wenig hing.
Beim Fahren merkt man schnell, das zum ersten Mal Laserabschnittsnähte in großem Umfang verwendet wurden. Die Karosse ist extrem Steif, selbst bei starkem Einfedern treten keinerlei Verwindungen auf. In diesem Modell wurde der Anteil der hochfesten Stähle an der Karosserie noch weiter erhöht. Wie schon im Vorgängermodell ist der gesamte Unterholm hochfest. Ich finde die Entscheidung für diesen Werkstoff hier eher unpassend: Der Unterholm wird häufig beschädigt z.B. wenn man zu nah an einen Bordstein fährt. Wenn nun dieser hochfeste Werkstoff erstmal eingedellt ist kann er kaum noch mit Ausbeultechniken instand gesetzt werden. Hier müsste dann eine teure Abschnittsreperatur durchgeführt werden.
Auch ist man davon abgekommen, die Türen aus mehren Elementen zusammenzusetzen, so dass man bei einem Schaden nur die äußere Haut der Tür auswechseln muss (das sog. Türblatt). Das ist meiner Meinung nach auch die richtige Entscheidung. Der Aufwand des geklebten und durch zahlreiche Schrauben gesicherten Türblattes ist einfach nicht vertretbar – weder in der Instandsetzung noch in der Fertigung. Hier hatte man in dem Versuch etwas Gutes zu tun indem man die Wartbarkeit erhöht genau das gegenteil erreicht.

Die Federung ist meiner Meinung nach genau richtig abgestimmt. Relativ komfortabel kann man trotzdem noch gepflegt durch die Kurven heizen. Das Fahrwerk stammt aus dem bewährten VW Baukasten und wird ähnlich oder gleich auch in Touran, Golf Plus, Scirocco und Polo verbaut.

Der Schwachpunkt ist definitiv die Antriebseinheit: Der 1.6er Benziner ist schlapp und entwickelt erst im oberen Drehzahlbereich annehmbares Drehmoment. Dann allerdings steigt der Verbrauch in astronomische Höhen. Das 5-Gang-Getriebe ist schlecht abgestimmt und hakelig. Lieber den 1.4 TDI nehmen. Der bietet mehr Drehmoment und ähnliche Leistung bei wesentlich geringerem Verbrauch.

Die Lenkung ist eher leichtgängig, was allerdings nicht störend wirkt.

Problematisch ist, dass einige Oberflächen sehr anfällig für Kratzer sind. Insbesondere die neuen Verbundscheiben können selbst von einem einfach Eiskratzer beschädigt werden. Andere Flächen wiederum lassen sich nur schwierig reinigen: Zum Beispiel die Instrumententafel. Sie besteht aus einem seltsamen, leicht klebrigen Kunststoff, der den Staub festzuhalten scheint.

Creating Brains

In einer Zeit, in der alles konsequent digitalisiert wird, dürfen wir nicht vor uns selbst zurückschrecken. Damit meine ich keinesfalls audio oder visuelle Information, nein viel intimer, unsere Gedanken!
Dabei hilft uns PersonalBrain von „The Brain“. Innerhalb der glatten Aqua-Arbeitsoberfläche kann man bequem „Thoughs“ erstellen, sie kommentieren, verlinken, filtern und zu guter letzt das ganze „Brain“ als Html oder Xml-File exportieren.
Bevor ich PersonalBrain ernsthaft ausprobierte, war ich weniger ein Fan von solche Lernmethoden. Vielleicht weil ich sie noch aus grauer Schul-Vorzeit mit pubertätsbedingt unangenehm wirkenden Präsentationsaufgaben verbinde. Aber meine Studium-Motivationskurve ist in den letzten Monaten durch viel BWL und Systemtheorie ziemliche stark nach unten gegangen und so kam ich zu dem Entschluss bei einem erneuten Versuch würde mir auch kein Diamant aus der Krone brechen.
In der Tat hat mich die Methode überzeugt: Die Visualisierung, welche bequem und schnell zusammengeklickt ist hilft doch enorm Sachverhalte in Beziehung zu setzen und sich einzuprägen. Als wesentlichsten Nachteil von PersonalBrain sehe ich die zuvor angesprochenen doch recht begrenzten Exportmöglichkeiten des erstellten Brains. Ein PDF wäre z.B. sehr wünschenswert. Zusätzlich sind die Ausdrucke der Brain ziemlich schlecht: Mangelnde Qualität und kaum Einstellmöglichkeiten.

Insgesamt kann ich PersonalBrain für jeden empfehlen, der lernspezifisch eher visuell veranlagt ist. Meiner Meinung nach, die beste Mindmapping-Software für den Mac.

Mein Trigonometrie-Brain


Pano

Ich liebe Pano für das iPhone von debaclesoftware. Schon länger blicke ich sehnsüchtig in Richtung Weitwinkelobjektive, welche aber leider aufgrund der horrenden Preise unerreichbar sind. Zufällig las ich von diesem App auf einer der einschlägigen Seiten und ich muss sagen, die 2,49 sind gut angelegt. Sicher sind die Aufnahmen nicht perfekt in der Auflösung aber es macht einfach wahnsinnig Spaß damit rumzuspielen. Außerdem: Nicht die Kamera macht ein gutes Foto sondern der Fotograph!

Arrayspiel

Vor einigen Tagen bekam ich meine Studentenversion von VectorWorks Maschinenbau. Primäre Motivation für mich ist die Tatsache, dass ich mich im nächsten Semester mit CAD beschäftigen muss und ich nur wenig Lust habe, mit Windows zu erarbeitern. Der Markt für CAD auf der Apple-Plattform ist allerdings recht überschaubar, so dass ich recht schnell von einigen wenig professionellen über eher animationslastige Software zu VectorWorks kam, dass in Deutschland von ComputerWorks vertrieben wird.
In den einschlägigen Foren ist wenig über CAD zu lesen. Wenn es erwähnt wird, dann meist nur im Zusammenhang mit der Performance von Windows-Virtualisierungen.

VectorWorks ist in verschiedenen Ausstattungen zu haben. Die Plugins sind dabei entsprechend dem Einsatzgebiet bezeichnet: So gibt des die entsprechenden Versionen für Landschaftsbau, Architektur und eben auch für Maschinenbau.
Die Plugins enthalten die dem Zweig entsprechenden Normen und einige Standardbauteile, wie z.B. 6-Kant-Bolzen, Gewinde, etc..

Meine Erfahrungen mit CAD erstrecken sich über AutoCAD lite in der Oberstufe bis hin zu dem wirklich schlechten „DataBecker“ CAD in der Berufsschule. Im Gegensatz zu diesen Programmen ist die Benutzeroberfläche von VectorWorks ein Traum! Trotz des enormen Funktionsumfangs findet man sich schon nach kurzer Zeit in den grundlegenden Menüs zurecht.
Ich begann zunächst zwei einfache Blechabwicklungen in 2D zu zeichnen. Insbesondere die Cursor-gebundenen Menüs überzeugen, denn sie ersparen es einem oft Hilfsllinien zu zeichnen, z.B. wenn man Vollinien auf gleicher Höhe enden lassen will. Das Arbeitsfeld ist dabei wie gewohnt als Achsenkreuz eingeteilt, was die direkte Eingabe von Daten einfach macht.
Die Standardisierung ist ein Schwachpunkt insbesondere bzgl. der Bemaßung, welche meist bei abgerundeten Kanten seltsame Maßpfeile produziert.

Für ein Fazit ist es noch zu früh. Allerdings bin ich bis jetzt recht zufrieden.

Fon

Das wirklich Seltsame am iPhone ist, dass es innerhalb kürzester Zeit komplett in den Hintergrund tritt. Das ist keineswegs negativ gemeint, im Gegenteil man gewöhnt sich einfach unheimlich schnell daran, jederzeit zu twittern, blogs zu lesen und eMails zu schreiben.
Gleichzeitig wird auch schnell klar, dass Apple am SDK noch einiges nachbessern muss. Die fehlende Synchronisation der Aufgaben aus Mail.app oder die Tatsache, dass es schwierig ist einen guten RSS-Reader zu finden. Newsstand ist zwar nicht schlecht (NewsGator hat mir ja gar nicht gefallen) aber mit seinen fast vier Euro ziemlich überteuert. Außerdem geht die Aktualisierung nur langsam von Statten selbst via WLAN und bei nur fünf feeds.

Sehr beeindruckt hat mich AirShare. Auf dem iPhone starten, angezeigte IP im Finder eingeben und schon ist das Telefon als „MacOS Server“ im Netzwerk und es lassen sich problemlos Daten hin und her schieben. Tolle Sache!

Das Hauptproblem seitens der Hardware ist wirklich die Battery. Wenn man an einem Tag viel surft kann man gegen Abend gebrauch vom Ladegerät machen. Außerdem ist das Geräte prinzipbedingt immer mit Fingerabdrücken verschmiert und ich würde mir eher eine Oberfläche auf der Rcükseite wünschen, die nicht so glatt und rutschig ist. Das gefiel mir beim 2G besser.

Zwitschern?

Vor etwa 2 Monaten entdeckte ich Twitter für mich und find es recht angenehm. Es ist eine wilkommen Gelegenheit über eine gegebene Situation zu meckern oder sich zu freuen. Einfach ein Sätzlein „for the record“.
So habe ich verschiedene Twitterclients für MacOS durchprobiert:

Twhirl
Meiner Meinung nach ist diese ganze Sache mit dem Adobe Air Framework ein wenig suspekt. Leopard bietet mit dem Cocoa und Carbon Framework durch aus sehr gut zu verwendene Möglichkeiten auf die schicke Aqua Oberfläche zuzugreifen. Warum dann den Umweg über Air gehen? Ich finde Plattformunabhängigkeit wird generell überbewertet!
Twhirl macht allerdings abgesehen von der Widget-Optik durchaus eine gute Figur. Die Aktualisierungen funktionieren prompt und innerhalb der gewünschten Intervalle, die Einstellmöglichkeiten sind vielfältig.

Trotzdem wollte ich einen Client dem ein Leopard Framework zu Grunde liegt, so kam ich auf NatsuLion.
Doch bei mir machte das Tool Probleme: Aktualisierungen (auch der eigene Post) kommen erst stark verzögert selbst bei kurzen Aktualisierungsintervallen. Öfter kam die Fehlermeldung „no reply from server“ obwohl twitter nicht down war (das kann man prüfen unter istwitterdown?). Ein wenig entäuschend, denn die schlichte Optik gefällt. Die Bedienung ist ok, es hat nur eine Weile gedauert, bis ich darauf kam, dass man auf das Thumbnail des jeweiligen Users klicken muss um ein Reply zu verfassen.

Schließlich landete ich bei Twitterrific, der wohl bekannteste Twitterclient. Großer Nachteil: 14,95 Dollar kostet es, wenn man die Software ohne Werbung genießen will. Ansonsten bekommt man einmal pro Stunde eine Anzeige. Dennoch ist Twitterrific ein überzeugendes Programm. Die Bedienung lehnt sich stark an das Twitter-Webinterface an und ist dementsprechend intuitiv zu erfassen. Die Optik ist mit dem durchsichtigen, schwarzen Fenster sehr geschmackvoll (Ich glaube diese Optik als Teil von Aqua ist neu seit Leopard. Sie wird z.B. bei Apreture, iPhoto oder InterfaceBuilder genutzt). Im Vergleich zu NatsuLion scheinen die Aktualisierungsprozesse wesentlich reibungloser zu verlaufen.

Die DockSpacers finde ich prinzipiell ganz gut aber irgendwie ist mir der Abstand, den sie schaffen ein wenig zu groß o_O