Ich bin keiner dieser Typen, die permanent ihren Hass auf das „System“ äußern nur um sich emotional abzusichern. Wenn ich mich emotional absichern will zieh ich die Gardinen zu, leg mich auf die Couch und trink ein paar Biere.
Aber manche Dinge sind schon verdammt seltsam. So zum Beispiel mein Studium. Meine Ausbildung war derart langweilig, dass ich wahnsinnig geil darauf war meinen Geist ein wenig herauszufordern doch jetzt, nachdem ich fast ein Jahr dabei bin, bekomme ich doch Zweifel ob sich das deutsche Hochschulsystem doch wirklich so sehr vom Wahnsinn einer Berufsausbildung unterscheidet. Eigendlich ist es eine recht einfache Sache: Lerne eine Menge Kram auswendig, schreibe es dann innerhalb von einer vorgegebenen Zeit unter Aufsicht auf ein Zettel. Wiederhole dies 40 mal und du bekommst einen Zettel da steht „Bachelor“ drauf und damit wurdest du offiziel zum harten Hengst gekührt.
Aber was springt für einen selbst wirklich dabei raus außer die gute Aussicht auf einen höheren Verdienst.
Man verbringt eine Menge Zeit damit alleine in seinem Zimmer rumzuhängen und Texte zu lesen. Das ist vielleicht ganz interessant aber es ersetzt trotzdem nicht die Freizeitaktivitäten, denen man sonst nachgeht. Ich glaube, es ist mir bewusst geworden, dass ein Studium eine elementare Ungerechtigkeit ist. Auf der einen Seite fordert es einen großen Teil deiner Zeit auf der anderen bildet es keinen Ersatz dafür „einfach mal rauszukommen“.
Konservativ?
Veröffentlicht 19. November 2008 Unfertiges aus meinen Windungen Hinterlasse einen KommentarTags: Hochschulsystem, Systemkritik



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