Archiv für September 2008

Fon

Das wirklich Seltsame am iPhone ist, dass es innerhalb kürzester Zeit komplett in den Hintergrund tritt. Das ist keineswegs negativ gemeint, im Gegenteil man gewöhnt sich einfach unheimlich schnell daran, jederzeit zu twittern, blogs zu lesen und eMails zu schreiben.
Gleichzeitig wird auch schnell klar, dass Apple am SDK noch einiges nachbessern muss. Die fehlende Synchronisation der Aufgaben aus Mail.app oder die Tatsache, dass es schwierig ist einen guten RSS-Reader zu finden. Newsstand ist zwar nicht schlecht (NewsGator hat mir ja gar nicht gefallen) aber mit seinen fast vier Euro ziemlich überteuert. Außerdem geht die Aktualisierung nur langsam von Statten selbst via WLAN und bei nur fünf feeds.

Sehr beeindruckt hat mich AirShare. Auf dem iPhone starten, angezeigte IP im Finder eingeben und schon ist das Telefon als „MacOS Server“ im Netzwerk und es lassen sich problemlos Daten hin und her schieben. Tolle Sache!

Das Hauptproblem seitens der Hardware ist wirklich die Battery. Wenn man an einem Tag viel surft kann man gegen Abend gebrauch vom Ladegerät machen. Außerdem ist das Geräte prinzipbedingt immer mit Fingerabdrücken verschmiert und ich würde mir eher eine Oberfläche auf der Rcükseite wünschen, die nicht so glatt und rutschig ist. Das gefiel mir beim 2G besser.

Eigendlich kann es gar nicht mehr schlimmer werden auf der Arbeit. Seit der Sache mit dem Aufprallschutz lassen die uns sogut wie gar nichts mehr an Fahrzeugen machen. Nachdem ich den Donnerstag damit verbrachte die Gitter sauber zu kratzen, waren wird heute dazu priviligiert die Lackierkabinen komplett zu reinigen. Das bedeutet im Grunde bei Bullenhitze Gitterroste rausreißen mit anschließendem Glasfaserfilter herausziehen welcher einem durch die Handschuhe schmerzhafte Stachel in die Hände reißt während man von giftigem Lackstaub umgeben ist.
Nach dieser Freude war es uns vergönnt die vollgesifften Gitter mit dem Hochdruckreiniger sauber zu machen – das ist in sofern ein Fortschritt, dass wir nicht daran rumkratzen mussten. Dem folgte Grillmeister-spielen, da „irgendeiner von oben“ Geburtstag hat. Naja, wenigstens gab es eine Bratwurst.

Den Rest des Tages stand ich mit Matthias rum und laberte intensiv scheiss. Es musste einfach sein, ohne das fürchtete ich mein Kopf würde platzen. Alex hatte sich mitlerweile verzogen.

Old friends visit

Der Postbote bracht mir grade das neue Metallica-Album:

Erste Eindrücke: Voller Energie und sie spielen wieder Solos – Gott sei Dank!

Also da haben wir doch mal ganz ordentlich scheisse gebaut.
Es begann damit, dass Alex und ich einen Aufprallschutz an einen A6 schraubten. Natürlich waren wir beide unkonzentriert während wir uns anzickten. Mein werter Kollege war müde und schlecht drauf was ihn dazu veranlasste mich aufzufordern „schneller zu arbeiten“. Ich bin allerdings allergisch gegen diesen Satz. Wenn jemand mit meinem Tempo nicht zufrieden ist, dann soll er es verdammt nochmal selber machen und mich meinetwegen am Arsch lecken. Jedenfalls schraubte wir das Scheissding schließlich fest.
Der Rest des Tages zog sich dann so dahin. Ziemlich genau 15:20 (also 10 Minuten vor Feierabend) bemerkte der russische Lackierer namens „Willi“, dass der Aufprallschutz von innen gegen die Kunststoffverkleidung drückt. Daraufhin schrie Terzis ein wenig herum; ich schaute mir das ganze Spektakel von Weitem an und während Alex mit Werkzeug angelaufen kam und Matthias lachte bemerkte ich, dass es schon 15:30 war also Feierabend.
Natürlich ist das nicht gerade soziales Verhalten sich in einem solchen Moment zu verpissen aber scheisse ich hatte einfach kein Bock mehr.
Heute durfte ich dann zur Belohnung sämtliche Gitterroste die über dem Overspray-Abzug liegen vom festgetrocknetem Spachtel mittels Abkratzen befreien. Ein wenig kam ich mir vor wie in Alcatraz beim Steineklopfen aber ich beschloß keinen großen Film deswegen abzuziehen und kratzte an den Rosten herum während der Lackierer sich neben mir lieterweise gesundsgefährdendes Lösungsmittel über die Hände laufen ließ als wär es Wasser.

Das Geständnis eines Seriensüchtigen:
Zuerst glaubt man noch, dass die horrenden Ausgaben für iTunes in einem reinen Interesse an der Geschichte begründet liegen. Das Leben des Kyle XY, wie er blank im Wald gefunden wird und sich an moralischen Dilemma aufreibt. Wie sein Stiefvater versucht ihm zu helfen, seine Schwäche für Amanda, die außergewöhnlichen Fähigkeiten. Aber das ist keine wirkliche Identifikation mit der Story.
Und dann realisiert man irgendwann, dass man nicht traurig ist dass die Geschichte geendet sondern das die Epsiode vorbei ist. Man muss wieder zurück zu Autobahnen, Kühlschränken und Straßenbahnen. Zurück in die Realität und dabei hatte man sich gerade so schön in die Serie eingekuschelt.

Dinge, die ich während meines Einsatzes im Autohaus im Zuge meiner Ausbildung zum Karosseriebauer gelernt habe:
1. Jugoslawische Schimpfwörter z.B. „Je bempti dupe/chupa“ oder „pista jetna ustrana“
2. das wars…

Ende des Monats ist es vorbei und es geht wieder zurück ins Mutterschiff. Dumm nur, dass ich in den letzten drei Monat keinen einzigen Wochenbericht geschrieben habe. Nun graut es mir vor der stupiden Aufgabe dies noch nachzuholen.

„Naja, Shit, ich muss immer auf der Hut sein“ – Charles Bukowski