Retrospektive

Ich erinnere mich noch an den Wodkaabend bei Roman. Wir soffen kräftigtst in dem kleinen Zimmer, dass er bei seiner Oma in Poggenhagen bewohnte und fuhren irgendwann los, um mit einem Zug zu fahren, der schon längst weitergefahren war.

Nun wurde es zunehmend nebulös: Wir radelten Richtung Neustadt, was normal wäre, hätten wir die Absicht gehabt nach Hause zu fahren. Seltsamerweise ist das nächste, woran ich mich erinnere, dass ich auf der nächsten Party saß. Irgendjemand schenkte mir ein Saftglas mit Billig-Rum voll und ich stürzte es runter. Danach wird alles dunkel.

Als ich am nächsten morgen in meinem Bett aufwache, weiß ich nicht, wie ich dort gelandet bin. Jedenfalls bin ich komplett angezogen inklusive Jacke und Schuhe. Gott sei Dank bin ich immer noch dermaßen betrunken, dass ich den enormen Kater, der in meinem Kopf lauert nicht spühre.

Meine Schwester erzählte mir beim Frühstück, dass sie mich in Embriohaltung im Hausflur fand gegen 7 Uhr morgens, was mich recht verwundert, denn ich hatte es geschafft 13 Kilometer mit dem Fahrrad nach Hause zu fahren ohne dabei ernsthafte Verletzungen davonzutragen aber die letzte Hürde bis zum Bett war dann zu viel?

Nun, was lernen wir darauß? Wenn ihr eine Vorliebe für Wodka entwickelt, fahrt besser nach Hause. Und Billig-Rum ist noch schlimmer.

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