Archiv für Dezember 2007
Veröffentlicht 29. Dezember 2007 Foto/Film Hinterlasse einen Kommentar
Tags: Historisches Museum Hannover
Nun so war ich heut in Hannover um mir das im letzten Beitrag angesprochene Gerät zu kaufen. Doch als ich dann im Laden stand kam ich doch ins Zweifeln. Natürlich mag ich den iPod und es macht auch Spaß damit im Internet zu surfen aber für das dreifache von dem Preis würde ich schon einen iMac bekommen. Außerdem werde ich die nächsten Monate nicht besonders viel Geld überhaben; genauer gesagt: Nichts, dank der Studiengebühren.
So kam ich schließlich zu dem Entschluss mit meinem Geld wirtschaftlich umzugehen und es in Maßen für etwas Sinnvolles auszugeben: Einen Besuch im Historischen Museum in Hannover zum Beispiel. Es ist nicht gerade eine Auszeichnung unseres Schulsystems, dass ich meiner gesamten Zeit bis zum Abitur dort kein einziges mal einkehrte.

Eine Puppe aus dem frühen 18. Jahrhundert. Selten sah ich etwas unheimlicheres.

Musketen. An dem Lauf der Unteren erkennt man ganz eindeutig die grobkörnige Qualität des Materials mit zahlreichen Oxydablagerungen. Trotz meiner pazifistischen Grundeinstellung finde ich, dass Büchsenmacher ein wunderbarer Handwerksberuf ist. Man lernt präzises Arbeiten mit zahlreichen verschiedenen Materialien und Balistik ist auch ein interessantes Thema.

Makroaufnahme des Schlosses.

Mittelalterliches Sanitätsutensil

Wunderbar gearbeitete Rüstung.
Früher war ich geil darauf mein Geld für Alkohol und Drogen raußzuschmeißen. Jetzt bin ich verrückt nach einem iPod Touch
Finanziell und vom praktischen Nutzen her gesehen total dämlich aber dieses Ding ist einfach so wunderschön. Fast wie Kunst. Kapitalistische Konsumkunst.
Dieses bohrende, stechende Unruhe, die jede Konzentration jedes produktive Streben zu nichte macht. Ich kann heute nicht an diesem Schreibtisch sitzen. Kein Logarithmus kein Systemmodell kann heute meine Aufmerksamkeit erregen. Schnell raus, irgendwas tun. Gestern waren es sechs Stunden, lernen bis es knackt im Kopf und man sich fühlt als hätte man eine wilde Party hinter sich. Ob das nötig ist? Kein Ahnung. Ich will meine Sache gut machen; muss sie gut machen oder die nächsten dreißig Jahre werden gleich sein und zu einem einzigen grauen Brei verschwimmen.
Doch heute kann ich nicht daran denken…
„Und ich lief jahrelang nur durch Regen.
Oder ob es Tränen waren? Ich weiss es heut nicht mehr.“
Sichtweisen
Veröffentlicht 24. Dezember 2007 Unfertiges aus meinen Windungen Hinterlasse einen KommentarSchon komisch: Noch vor Kurzem, wäre mir bei dem Gedanken jeden Tag lernen zu müssen ganz komisch geworden. Mitlerweile kommt es mir nicht richtig vor, wenn ich überhaupt mal irgendwas tue, was nichts mit dem Studium zu tun hat. Obwohl ich gestern sechs Stunden lang über einem Werkstofftechniktext gebrühtet habe.
Das alles lässt mich meine Freizeit viel mehr zu schätzen wissen. Betragsmäßig gesehen habe ich weniger doch von Empfinden her ist es viel mehr.








