Gedanken zur Integration in Deutschland

Integration ist ein komplexer Vorgang, da er in hohem Maße von den Gefühlen der Menschen zueinander abhängt. Ich glaube daran, dass alle Menschen mitfühlende, soziale Individuen sind, die niemanden bewusst aus ihren Reihen ausschließen.
Aus diesen Gedanken folgere ich, dass der Schlüssel zu erfolgreicher Integration von ausländischen Mitbürgern bzw. „Menschen mit Migrationshintergrund“ in der Beherrschung der deutschen Sprache liegt.

Wenn man z.B. an die typischen Vorurteile gegenüber türkischstämmigen Deutschen denkt, sticht insbesondere die typische Sprechweise hinaus, die als primitiv empfunden wird. Ferner wird oft behauptet, dass diese Minderheit eine schlechte Arbeitsmoral hat. Aktuelle Studien dokumentieren: Türkischstämmige Deutsche haben es wesentlich schwerer eine Ausbildung oder einen Arbeitsplatz zu bekommen.
Dabei hängt dieses gesamte Konstrukt von der Sprache ab: Die deutsche Sprache wird im Kindesalter nicht vollständig erlernt. Daraus resultieren schlechtere Schulnoten, da dem Unterricht schwer zu folgen ist, wenn man den Lehrer nicht verstehen kann. Aus dem Misserfolg resultiert eine ablehnende Haltung gegenüber der Gesellschaft. Wer kann so etwas verübeln? Würde nicht jeder eine Gesellschaft ablehnen, die scheinbar nicht daran interessiert ist einen an ihr mitwirken zu lassen?

Würde man nun Sprachkurse für neu Zugewanderte und in Deutschland Gebohrende mit Migrationshintergrund zur Pflicht machen, insbesondere für Kinder im Vorschulalter, so würde man diesen Teufelskreis durchbrechen. Das Resultat wären bessere Noten in der Schule. Daraus resultierend eine bessere Ausbildung und schon wäre unser Land um kompetente Fachkräfte reicher.
Dies würde zur Relativierung der Vorurteile beitragen.

Leider scheint keine Regierung in diesem Lande bisher nicht großartig über solche oder ähnliche Maßnahmen nachzudenken. Sicher, Sprachkurse würden eine Investition bedeuten. Aber eine, die sich für uns alle lohnen würde.

Warum schlagen denn Jugendliche mit Migrationshintergrund Menschen in S-Bahnen zusammen? Menschen machen so etwas nicht grundlos. Solche Handlungen die gegen die grundlegende Moral widersprechen werden begangen wenn Menschen verzweifelt sind. Wenn sie keinen Ausweg mehr sehen. Das Problem ist nur, dass das keiner erkennt. Stattdessen unterhalten sich die Politiker in ihrer unglaublichen Ignoranz über verstärkte Polizeipräsenz anstatt sich zu Fragen wo das eigentliche Problem liegt.
Vermutlich wissen die Politiker nämlich wo das eigentliche Problem liegt: Deutschland hat in den letzten 50 Jahren keine Integrationspolitik gemacht. Diese Jugendlichen werden einfach allein gelassen. Man setzt sie in dieser für sie fremden Kultur aus. Mit mangelnden Sprachkenntnissen haben sie kaum eine Chance jemals zu finanzieller Sicherheit zu gelangen.
Natürlich ist das alles keine Entschuldigung die mit Straffreiheit einhergehen sollte.

Update

Letztendlich läuft alles auf das Durchhalten hinaus. Job, Fahrten mit dem Auto, Geburtstagsfeierlichkeiten auf die man eigentlich gar nicht gehen will. Berufsschule ist ein einziger von 08:00 bis 13:10 dauernder Kopfschmerz. Das Leben aushalten. Sollte es so sein? Vermutlich nicht.

Sechs Monate Golf VI

Vor ziemlich genau sechs Monaten stieg ich zum ersten Mal in meinen Golf VI Comfortline 1.6. Der erste Eindruck war durchaus überwältigend. Geräusche im Innenraum sind so gut wie nicht vorhanden, selbst bei hohen Geschwindigkeiten kommen keine Windgeräusche auf. Die Verarbeitung ist auf Audi-Niveau. Nichts klappert. Alles wirkt grundsolide.
Die Ergonomie ist ebenfalls hervorragend, selbst das alte Golf-Problem mit den zu tief sitzenden Armaturen wurde gelöst. Alle Oberflächen fasst man gerne an. Schalter haben angenehme Druckpunkte.
Die Karosserie an sich ist ebenfalls hervorragend verarbeitet: Alle Spaltmaße stimmen obwohl die hintere Tür bei meinem Modell ein wenig hing.
Beim Fahren merkt man schnell, das zum ersten Mal Laserabschnittsnähte in großem Umfang verwendet wurden. Die Karosse ist extrem Steif, selbst bei starkem Einfedern treten keinerlei Verwindungen auf. In diesem Modell wurde der Anteil der hochfesten Stähle an der Karosserie noch weiter erhöht. Wie schon im Vorgängermodell ist der gesamte Unterholm hochfest. Ich finde die Entscheidung für diesen Werkstoff hier eher unpassend: Der Unterholm wird häufig beschädigt z.B. wenn man zu nah an einen Bordstein fährt. Wenn nun dieser hochfeste Werkstoff erstmal eingedellt ist kann er kaum noch mit Ausbeultechniken instand gesetzt werden. Hier müsste dann eine teure Abschnittsreperatur durchgeführt werden.
Auch ist man davon abgekommen, die Türen aus mehren Elementen zusammenzusetzen, so dass man bei einem Schaden nur die äußere Haut der Tür auswechseln muss (das sog. Türblatt). Das ist meiner Meinung nach auch die richtige Entscheidung. Der Aufwand des geklebten und durch zahlreiche Schrauben gesicherten Türblattes ist einfach nicht vertretbar – weder in der Instandsetzung noch in der Fertigung. Hier hatte man in dem Versuch etwas Gutes zu tun indem man die Wartbarkeit erhöht genau das gegenteil erreicht.

Die Federung ist meiner Meinung nach genau richtig abgestimmt. Relativ komfortabel kann man trotzdem noch gepflegt durch die Kurven heizen. Das Fahrwerk stammt aus dem bewährten VW Baukasten und wird ähnlich oder gleich auch in Touran, Golf Plus, Scirocco und Polo verbaut.

Der Schwachpunkt ist definitiv die Antriebseinheit: Der 1.6er Benziner ist schlapp und entwickelt erst im oberen Drehzahlbereich annehmbares Drehmoment. Dann allerdings steigt der Verbrauch in astronomische Höhen. Das 5-Gang-Getriebe ist schlecht abgestimmt und hakelig. Lieber den 1.4 TDI nehmen. Der bietet mehr Drehmoment und ähnliche Leistung bei wesentlich geringerem Verbrauch.

Die Lenkung ist eher leichtgängig, was allerdings nicht störend wirkt.

Problematisch ist, dass einige Oberflächen sehr anfällig für Kratzer sind. Insbesondere die neuen Verbundscheiben können selbst von einem einfach Eiskratzer beschädigt werden. Andere Flächen wiederum lassen sich nur schwierig reinigen: Zum Beispiel die Instrumententafel. Sie besteht aus einem seltsamen, leicht klebrigen Kunststoff, der den Staub festzuhalten scheint.

Chart Analyzing – Science or Superstition?

The market is one of the most complex systems there is. Many generations of investors racked their brains in order to foresee the worth of a stock or bond, etc. and thus came up with different techniques.
One of them is chart analyzing which has grown in popularity continously since the 1970’s.  I have always had a critical point of view on that kind of analysis. It just seems so unlikely that the complexity of the market can be measured in some simple trendkanals or certain chart formations. However most of my doubts where based on hear-say and what I picked up from some short tutorials on the internet. So I decided to order the much recommented „Crashkurs Charttechnik“ by Markus Horntrich.

To sum it up: My doubts grew with every page I turned.
For example on page 36 the author states that „a chart is a aggregation of all mans trading decisons“ and it is a „visualisation of all the information“ on that value. This is an assumption that includes that all investors really participate but what if investors with volatile information do not participate in the trade. On top of that I believe the chart is also a visualisation of what the investors feel and how the dominant vibe on the market feels like. The chart could also be the result of a well played delusion.

In chart analysis everything is about trends and the recognition of such as soon as possible. Mr. Honrtrich describes three different phases of the basic trend:
1. Aggregationphase is described as when „well informed insiders buy“
2. Follower’s phase
3. Distributionphase as when the bigger part of the investors buy
What upset me about that especially are the so-called „insiders“. To me it seems like a fairytale that there is a selcted group of people that actually have enought money to influence the worth of a stock. The only way to do that in my opinion is to spread those „insider informations“ between other investors or probably just get an analyst to write some crap that most of the morons out there seem to believe although most of them do not understand what is actually said.

Furthermore the author often uses phrases like „this works in most cases“. However he never says a word regarding any form of statistical proof and what is especially odd is the authors obvious denial of human emotions beeing part of a trading decision. As on page 40 on where is pointed out that „the trend concept is whensoever more succesful than listenig to your guts“. I hardly doubt that due to the lack of proof and the obvious involvement of emotions in the market. Or how can it be explained that the GM stock raises over 40 percent on one day? How could the Volkswagen stock raise over a 1000€ within a day.
Something similar is stated on page 42 regarding buy-/sell-signals: „There is a chance of the signals being wrong but it is still better than hope“. From my point of view it is hope that defines the market.

To me the hole chart analyses is based on emotional preconceptions since there is no statistical proof what so ever. I think that it sometimes works because the investors believe in it. When everyone sees a certain constallation as a buy-signal they will all buy and thus raise the course.
So there is a reason to get familiar with those techniques but I would not let the results be the main part of my trading decision. Simple logical assumptions are far more powerful. Not mentioning the financial status of the company.

(note: all quotes have been translated by the author of this article)

Das Ende der Marktwirtschaft

These 1: Kapitalismus ist kein System, sondern eine menschliche Verhaltensweise
Märkte hat es schon immer gegeben selbst 2000 v. Chr. bei den Babyloniern, denn sie bewirken einen überlebensfördernden Umstand für die Menschen: Sie können sich spezialisieren auf eine Tätigkeit und die Produkte für andere Güter eintauschen. Damit geht eine erhebliche technologische Weiterentwicklung einher. Zum Beispiel wäre es sicher niemals möglich gewesen Pferde mit Hufeisen zu beschlagen, wenn es den Schmieden nicht möglich gewesen wäre ihre Ware für ein anderes Gut einzutauschen. 
Selbst in sozialistischen Gesellschaften, wie der DDR bildeten sich Märkte aus einfachem Mangel heraus.

These 2: Der Markt ist ein komplexes Ökosystem
Vergleichbar mit einer Pflanze, die man zwar zurückschneidet damit sie nicht zu hoch wächst. Dabei würde man sie nicht genetisch manipulieren um ihr Wachstum einzudämpfen.
Der Markt ist sehr schwer berechenbar. Selbst heute mit Millionen von qualifizierten Wissentschaftlern die über riesige Computerkapazitäten verfügen ist es in seltesten Fällen möglich eine genaue Aussage zu treffen.
Sollte man daraus nicht schließen, dass es sehr wohl sinnvoll ist in Form von sozialen Netzen und der Kartellkontrolle in den Markt zu intervenieren aber das es vollkommen verantwortungslos ist so massiv einzugreifen einzelne Firmen künstlich am Leben zu erhalten obwohl der Markt das Gegenteil diktiert und keinerlei „Systemrelevanz“ vorhanden ist.

Schlussfolgerung:
Die Regierung legt momentan ein Verhalten an den Tag, das verantwortungsloser kaum sein kann. Erst pumpt man Milliarden in Opel und nun kommen auch noch Firmen wie Arcandor oder Infineon dazu. Das alles unter dem guten Argument der Sicherung von Arbeitsplätzen. Aber was nützt es, diese Arbeitsplätzen zu erhalten, wenn das Geschäftsmodell schlecht ist, das Management seit Jahren versagt und die Produkte kaum Absatz finden. Der Markt kennt hier nur eine Möglichkeit: Pleite. Dieser Vorgang stellt eine Reinigung dar, denn alte nicht mehr erfolgreiche Betriebe werden entfernt zu Gunsten von neuen, innovativen, die wiederum auch wieder Arbeitsplätze schaffen.
Die Regierung begibt sich in einen Teufelskreis, denn umso mehr Hilfspakete sie verteilen umso mehr Unternehmen werden nachfragen. Und diese dann abweisen? Im Wahlkampf?
Fakt ist, das Geld, welches die Regierung heuer in diese maroden Firmen investiert fehlt im Nachhinein im Bildungswesen und zur Förderung von wirklich innovativen Unternehmen. Ist das gerecht?

Wer möchte ein iPhone gewinnen?

Outperform?

Vor einiger Zeit meldete ich mich aus reiner Neugier beim Wertpapierspiel boersezv.de an. Der dort vor sich gehende realitätsnahe Wertpapierhandel ist hervorragend geeignet, wenn man noch nie mit Aktien gehandelt hat und/oder das nötige Kleingeld fehlt. 
So steigerte ich mich schließlich ziemlich in die Materie herein doch die Performance meines Depots ließ stets eher zu wünschen übrig. Lektüre musste her.
So bestellte ich mir André Kostolanys „Die Kunst über Geld nachzudenken“, was sich schon nach den ersten paar Seiten als vollkommen realitätsfremdes Gerede eines alten Mannes herausstellte, und „Schnellkurs Aktien“ von Dennis Winkler. Letzteres kam meiner Vorstellung von Information schon näher.

Winkler beschreibt ausreichend detailliert die Kennzahlen und diverse charttechnische Analyseverfahren. Ferner formuliert er Verhaltensregeln für den privaten Wertpapiertrader. Das Buch ist allerdings auch wirklich nur, dass was das Cover verspricht: Ein Schnellkurs. Tiefergehende Beschreibungen sucht man vergebens. Auch die durchaus häufig formulierten Zweifel an den Formen der technischen Chartanalyse werden komplett ausgeklammert. 

Vielleicht geht es im Wertpapierhandel einfach eher um Gefühle als um Charts. Dies könnte der Grund dafür sein, dass man diese Vorgänge nicht zuverlässig mit Methoden der Logik voraussagen kann.

1=1?

y = 2x+1. Das Volumen des rotierenden Achskörpers ist das Integral der Funktion zum Quadrat mit Pi multipliziert. Du kannst besser tapezieren als ich. Du trägst einen Anzug und fährst Porsche. Ich fahre Golf. 
Das Leben ist eine einzige Gleichung. Es scheint mir oft, als läge es in den elementarsten Instinkten des Menschen sich mit seiner Umwelt zu vergleichen. „Wer bin ich?“. Die Antwort darauf erhoffen wir uns davon. Bin ich eher der lockere schlampige Type oder der geschniegelte Spieler ohne Emotion? In welche Schublade gehe ich hinein? Und da wundern wir uns, dass die seltsamen Herren mit ihren Buchstaben und Zahlen immer behaupten Mathematik sei ständig um uns, in uns. Ständiger Wettbewerb umgibt uns auch wenn er teilweise in scheinbar paradoxen Widersprüchen zu dem steht, was wir als „Moral“ oder „Anstand“ bezeichnen. 

Dies alles aber, bedeutet Stress! Ein Gefühl, dass man so nie kannte selbst als man noch zur Schule ging, dem Ort wo ja scheinbar der Vergleich seine wohlig gemütliche Höhle hat. Doch dort geht es um nichts. Nicht um Geld oder Überleben.

Ist das wirklich nötig? Vielleicht hat man den Menschen gefunden, mit dem man sein Leben verbringen will, wenn man nicht das Bedürfnis hat diese Vergleiche anzustellen. Vielleicht ist Liebe jemanden nicht einen Platz zuweisen zu wollen.

Things

Seit Längerem verfolge ich Bre Pettis’ „things“-Reihe. Die kleinen Ausbrüche kreativ/künstlerischem Schaffens sind stets nett anzusehen und liebevoll inszeniert.

Mehr davon unter:
Bre Pettis’ Blog

Mr. Pettis ist Mitglied der legendären „NYC Resistors„, eine Art Club aus dem Herzen von New York, der sich mit angewandter Wissentschaft im wahrsten Sinne des Wortes beschäftigt.

Konservativ?

Ich bin keiner dieser Typen, die permanent ihren Hass auf das „System“ äußern nur um sich emotional abzusichern. Wenn ich mich emotional absichern will zieh ich die Gardinen zu, leg mich auf die Couch und trink ein paar Biere.
Aber manche Dinge sind schon verdammt seltsam. So zum Beispiel mein Studium. Meine Ausbildung war derart langweilig, dass ich wahnsinnig geil darauf war meinen Geist ein wenig herauszufordern doch jetzt, nachdem ich fast ein Jahr dabei bin, bekomme ich doch Zweifel ob sich das deutsche Hochschulsystem doch wirklich so sehr vom Wahnsinn einer Berufsausbildung unterscheidet. Eigendlich ist es eine recht einfache Sache: Lerne eine Menge Kram auswendig, schreibe es dann innerhalb von einer vorgegebenen Zeit unter Aufsicht auf ein Zettel. Wiederhole dies 40 mal und du bekommst einen Zettel da steht „Bachelor“ drauf und damit wurdest du offiziel zum harten Hengst gekührt.
Aber was springt für einen selbst wirklich dabei raus außer die gute Aussicht auf einen höheren Verdienst.
Man verbringt eine Menge Zeit damit alleine in seinem Zimmer rumzuhängen und Texte zu lesen. Das ist vielleicht ganz interessant aber es ersetzt trotzdem nicht die Freizeitaktivitäten, denen man sonst nachgeht. Ich glaube, es ist mir bewusst geworden, dass ein Studium eine elementare Ungerechtigkeit ist. Auf der einen Seite fordert es einen großen Teil deiner Zeit auf der anderen bildet es keinen Ersatz dafür „einfach mal rauszukommen“.

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